Es wäre leichter gewesen, wenn ich mich vorher hätte betrinken können.
Aber so konnte ich mich vorher nur mit einem Stück Käsekuchen dopen. Und dann die Nummer wählen.
“Hallo, Mutti, ich bin´s.”
“Wer?”
“Constanze. Und ich muss euch was Schönes sagen.”
“Aber heute ist Mittwoch.”
“Ja, ich muss euch trotzdem etwas Schönes sagen. Ich bin schwanger.”
Pause.
Dann: “Und von wem?”
Machte meinerseits eine Pause. Überlege Antwortoptionen – vom Postboten, hab seinen Namen vergessen, irgendwas mit A, anonymer Samenspender – entscheide mich aber dann mangels Alkohol für die wahre Variante. ”Von Anton, natürlich.”
“Oh Gott. Weiß er es schon?”
“Ja.” Alle wissen es seit Monaten. Nur ihr nicht. Weiß jetzt auch wieder, warum ich es euch verschweigen wollte. “Wir freuen uns sehr auf das Kind.”
Ungläubiges Schweigen.
“Oh, die Milch kocht über!”, rief ich und legte schnell auf.
Muss sagen, dass Käsekuchen, wenn man sehr schnell drei Stücke hintereinander isst, kurzzeitig alkoholähnliche Wirkungen hat.




