… sollte vielleicht NICHT bei einem von Trudi organisierten “Schönheitstag mit Freundinnen” teilnehmen. Auch das hätte einen ausführlichen Bericht verdient, aber ich nutze schnell die Zeit von Mattis Morgenschläfchen (10 Minuten, wenn ich Glück habe) für ein paar Worte, bevor ich zur Krabbelgruppe gehe und mir wieder anhöre, wie großartig Konstantin durchschläft und dass er bereits “Mama” sagen kann. (Was umso bemerkenswerter ist, weil er ja 8 Stunden täglich mit der Kinderfrau verbringt. Ach, entschuldigt, bin heute sehr bösärtig, mein Karma verschlechtert sich von Minute zu Minute …)
Also: Trudi hat letzten Samstag zu ihrem Geburtstag diesen “Schönheitstag” bei sich zu Hause organisiert, mit Gesichtsbehandlungen, Pediküre, Maniküre und Massagen. Dazu hatte sie Anne, Mimi und mich eingeladen und zwei “unglaublich versierte” Kosmetikerinnen und einen Masseur engagiert. Von den Kosmetikerinnen war leider nur eine wirklich Kosmetikerin und versiert, die andere wollte aber nächstes Jahr mit ihrer Ausbildung zur Kosmetikerin anfangen. Nachdem sie Annes Oberlippenbart mit Heißwachs entfernt hatte (ja, jetzt wissen Sie, wer da am Samstag so laut gekreischt hat, dass die Scheiben klirrten), überlegte sie es sich aber wieder anders. Dazu muss man sagen, dass Anne eigentlich gar keinen Oberlippenbart hatte, höchstens ein paar flaumige, unsichtbare Härchen. Jetzt allerdings hat sie dort ein gigantisches Pickelfeld.
Die richtige Kosmetikerin schlug mir vor, die blonden Augenbrauen hellbraun zu färben, um meinem Gesicht ein bisschen mehr natürliche Struktur zu verleihen und meine Augen zu betonen. Ich dachte, hey, warum nicht, hellbraun ist schließlich sehr dezent … aber das war falsch gedacht. Merke: Hellbraun wirkt in meinem Gesicht kein bisschen hell. Struktur hat das Gesicht jetzt durchaus, ich sehe aus wie Bert aus der Sesamstraße.
Ich erschrecke mich jedes Mal, wenn ich am Spiegel vorbeigehe.
Tja, und eigentlich war der Masseur auch kein Masseur, sondern jemand, den Trudi in einem Tantra-Kurs kennen gelernt hat und der sich gerade “beruflich neu orientierte”, und wir können ihm nun bescheinigen, dass “Massage” nicht unbedingt das Fachgebiet ist, auf das er sich künftig konzentrieren sollte. Mimi musste diese Woche zweimal einen Osteopathen aufsuchen.
Nur Trudi war restlos begeistert und möchte das Gleiche nächstes Jahr wieder mit uns machen.
Liebe Grüße von
Bert