Torte war dumme Idee. Dabei war sie ein Kunstwerk: Bisquit gefüllt mit Beerensahne-creme. Auf der einen Seite mit rosa, auf der anderen mit hellblauem Zuckerguss, und darüber mit weißer Sahneschrift: It´s a baby. Hach. So schön. Und so lecker. Aber Mimi hätte sie beinahe gepackt und quer durch den Laden geworfen. „Ich hatte gesagt, KEIN Babygerede!!!“
Ich musste improvisieren und behaupten, die Torte sei für ein anderes Baby. Genauer gesagt, für MEIN Baby. Das war vielleicht ein bisschen voreilig.
Mimi guckte sehr misstrauisch. „Du bist schwanger?“
„Nein, noch nicht“, sagte ich. „Aber Anton und ich haben beschlossen, es auch noch mal mit einem Baby zu versuchen. Wenn es klappt, können unsere beiden Kinder zusammen in eine Klasse gehen, ist das nicht toll?“
„Und wann habt ihr das beschlossen?“
„Äh – heute“, sagte ich, und dann machte ich früher Schluss, um Anton davon zu erzählen, bevor sie ihn fragen kann.
Dummerweise versteht Anton nicht, dass ich das alles nur gesagt hatte, um die Torte zu retten. Er denkt jetzt, ich möchte ein Baby von ihm. Ich denke, wir haben schon genug Kinder, aber wenn es passiert, passiert es eben…. – nehme allerdings sicherheitshalber weiterhin die Pille.