03 Sep

Nix zum Anziehen…

Geschrieben von Constanze

… war ja eins meiner Haupt-Probleme vor Antritt der Reise, aber Mimi hatte mir glaubhaft versichert, dass es gar nicht auf die Klamotten ankomme, sondern auf die Accessoires. Was Sie hier sehen, ist mein Nachmittagstee-Outfit für den Queens Room. Ich hatte auch eine riesige Ansteckrose, mit der ich Babykotzflecken an fast allen Körperstellen perfekt kaschieren konnte.

Liebe Grüße

Constanze

P.S. Wenn man Frau Hempel glauben will, dann wird es übrigens “Äkässo-Ire” ausgesprochen.

Abgelegt unter Mimi Kommentare
15 Mrz

Glitzer, Einhorn und Federn

Geschrieben von Constanze

Die Kindergarten-Mamis haben Zettel wegen der Schultütenbastelnachmittage verteilt: Sie können zwischen einer Pferde-Glitzer-Schultüte (Mädchen), einer Fußball-Schultüte (Jungs) und einer Teddy-Schultüte (geschlechtsneutral) wählen.

Fragte Julius dummerweise im Beisein von Frauke Doppelname-Obermami, was er denn für eine Schultüte wolle. Er überlegte lange und sagte dann, er hätte gern eine mit einem Traktor und einem Einhorn und einem Dinosaurier. Und Federn. Und grünem Glitzer.
Frauke machte ein Gesicht, als habe sie gerade in einen Hundehaufen getreten (obwohl: So guckt sie eigentlich immer) und wiederholte: „Glitzer? Einhorn? Federn? Kann es sein, dass hier noch jemand etwas Geschlechtsorientierung nötig hat?“

Ahne jetzt schon, dass ich besser nicht zu Schultütennachmittag erscheinen, sondern Schultüte im stillen Kämmerlein basteln werde.

Anton denkt immer noch, ich wolle ein Baby von ihm. Ich nehme immer noch die Pille.
Und Mimi ist Gott-sei-Dank immer noch schwanger.

Nelly hat mit Kevin Schluss gemacht oder er mit ihr, so ganz blicke ich da nicht durch. Sie ist abwechselnd wütend und traurig, letzteres überwiegt allerdings. Heute Morgen wollte sie nicht zur Schule. „Mein Herz ist so schwer, dass ich mich nicht mal aufrichten kann“, sagte sie, und da durfte sie liegen bleiben. Ich weiß aus Erfahrung, dass Liebeskummer viel schlimmer ist als eine Grippe. Brachte ihr Orangesaft ans Bett und Stifte und Papier. Finde, sie sollte anfangen, Gedichte zu schreiben.

02 Feb

Tortenschutzmaßnahmen

Geschrieben von Constanze

Torte war dumme Idee. Dabei war sie ein Kunstwerk: Bisquit gefüllt mit Beerensahne-creme. Auf der einen Seite mit rosa, auf der anderen mit hellblauem Zuckerguss, und darüber mit weißer Sahneschrift: It´s a baby. Hach. So schön. Und so lecker. Aber Mimi hätte sie beinahe gepackt und quer durch den Laden geworfen. „Ich hatte gesagt, KEIN Babygerede!!!“

Ich musste improvisieren und behaupten, die Torte sei für ein anderes Baby. Genauer gesagt, für MEIN Baby. Das war vielleicht ein bisschen voreilig.

Mimi guckte sehr misstrauisch. „Du bist schwanger?“

„Nein, noch nicht“, sagte ich. „Aber Anton und ich haben beschlossen, es auch noch mal mit einem Baby zu versuchen. Wenn es klappt, können unsere beiden Kinder zusammen in eine Klasse gehen, ist das nicht toll?“

„Und wann habt ihr das beschlossen?“

„Äh – heute“, sagte ich, und dann machte ich früher Schluss, um Anton davon zu erzählen, bevor sie ihn fragen kann.

Dummerweise versteht Anton nicht, dass ich das alles nur gesagt hatte, um die Torte zu retten. Er denkt jetzt, ich möchte ein Baby von ihm. Ich denke, wir haben schon genug Kinder, aber wenn es passiert, passiert es eben…. – nehme allerdings sicherheitshalber weiterhin die Pille.

01 Feb

Nicht schwanger

Geschrieben von Constanze

Mimi behauptet, einen Magen-Darm-Infekt zu haben, aber wir lassen uns nicht für dumm verkaufen: Sie ist 100%ig schwanger. Wir sind alle überglücklich – aber leider hat sie uns verboten, uns für sie zu freuen. Sie hat einfach zu große Angst, das Kind wieder zu verlieren, so wie damals Nina-Louise.

„Kein Babygerede!“, hat sie uns angeschnauzt. „Wir tun so, als wäre es nicht da, kapiert?“

„Aber du hast eine ziemliche Wampe“, hat Trudi gesagt (unter uns: Ihre Wampe ist mindestens doppelt so dick, und sie ist NICHT schwanger). „Wie lange sollen wir das denn ignorieren?“

„Bis es da ist. Wenn es denn jemals kommt, meine ich.“

Oh je, arme Mimi. Ich versuchte ihr zu sagen, dass dieses Mal alles gut gehen wird, aber das machte sie erst recht wütend.
Ich glaube nicht, dass es gut ist, neun Monate in Angst und Schrecken zu verharren. Backe ihr gleich eine schöne Babytorte, vielleicht muntert sie das ja auf.