Wir sind zurück aus dem Urlaub – und jetzt muss mich wirklich erst mal erholen. Wir hatten zusammen mit Anne und ihrer Familie ein riesiges Haus in der Bretagne gemietet, so riesig, dass zusätzlich noch andauernd Besuch vorbei kam (Antons Bruder Johannes und Paris, Lorenz und die Zwillinge blieben jeweils eine Woche) und Anne und ich das Gefühl hatte, den ganzen Tag nur mit Nahrungszubereitung, Einkaufen, Sand herauskehren und Betten überziehen beschäftigt zu sein. Während alle anderen Spaß hatten und behaupteten, der Sommer und das Patchworkfamilienleben seien einfach nur großartig. Der Kragen platzte uns erst, als drei Tage vor der Abreise überraschend Trudi samt Töchterchen aufkreuzte. Überraschend deswegen, weil sie in unserer Abwesenheit für Pumps und Pomps verantwortlich war.
„Ach, stellt euch nicht so an“, sagte Trudi. „Gitti wird den Laden schon schmeißen, und Mimi wird ihr beistehen, falls irgendwas Besonderes sein sollte. Übrigens, ihr beiden seht ein bisschen blass aus. Bekommen wir ein Zimmer mit Meerblick?“
…
(Ich hatte gar nicht gewusst, dass Anne so deftige Schimpfwörter kennt.)
Hier zu Hause ist alles in bester Ordnung, die Katzen haben sich gefreut, dass wir wieder da sind, und Mimi hat mit dem Babykriegen freundlicherweise gewartet. Der errechnete Geburtstermin ist übrigens der 17. August.
Ich werde mich wieder melden, sobald ich die Berge mit Schmutzwäsche bewältigt habe und einen Platz für die 18 Kilo Muscheln gefunden habe, die die Kinder und Anton gesammelt haben.